Das Räbker Lied

Text von Frau Käthe Lödwig
Melodie: " Wenn alles sich wieder belebet "
1. Kennt ihr das Dorf in Braunschweigs Gauen,
das schönste Dorf am Elmesrand.

Wo hohe schlanke Buchen schauen
hinab ins weite, schöne Land.

Es ist das Dorf das mich gebar,
wo meiner Väter Wiege war.

Drum sing´ ich heut und immer fort;
Das schöne Räbke ist mein Heimatort.
2. Da wo der Schunterquell entspringet,
wie lieblich ist´s am Elmesrand.

Wo manches frohes Lied erklinget,
aus Vogelskehl´ ins weite Land.

Wo Bienen summen, wo Blumen blühen
von mancher Kinderhand gepflückt

wo abendliches Sonnenglühen
des müden Wanderers Auge ganz entzückt.
3. Kennt ihr das Dorf mit seinen Mühlen,
die schon die Mönche aufgebaut.

Als es noch Kloster gab die vielen,
das Kirchlein auch so lieb und traut.

Daß hier vereint der Dörfer dreie,
man weiß es noch, lang ist es her.

Davon erzählt die Arme Reihe,
als Not es gab in Zeiten bang und schwer.
4. Vorm Dorf die alten, schönen Linden.
Wo Räbkes Jugend allzeit des Sommer

über ist zu finden.
Bei Spiel und Tanz in Fröhlichkeit

Das ist der Thie, wo einst die Alten
nach altgermanischer Sitt´ und Art

stets feierlich Gericht gehalten.
Gefällt manch strenges, hartes Urteil ward.
5. Wo himmelan die Feuer lohten
zu sehen weit hinein ins Land.

Wo Rat man hielt, wenn Feinde drohten
das ist der Thie am Elmesrand.

Dicht vor dem Dorf das mich gebar
wo meiner Väter wiege war.

Drum sing´ ich heut und immer fort,
das schönes Räbke ist mein Heimatort.